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Wie shoote, bearbeite und poste ich meine Bilder auf Instagram? Zu diesem Thema bekomme ich jeden Tag neue Fragen! Dies ist ein Schritt für Schritt Guide, wie unsere Fotos entstehen: Von der ersten Idee zum finalen Post!

SCHRITT 1: DIE WAHL DER LOCATION

Eine oder mehrere Locations vor einem Shooting zu planen ist ein wichtiger Schritt! Die meisten Bilder, die du auf Instagram siehst, sehen oft nach spontanen Schnappschüssen aus, doch das ist selten der Fall. Denn bevor wir zu neuen Destinationen aufbrechen, recherchieren wir zunächst nach Hotels, Fotospots, Aussichtspunkten,.. Dafür sind meine liebsten Plattformen Instagram selbst und in erster Linie Pinterest. Ich habe mir für alle möglichen Destinationen verschiedene Ordner (auf Instagram) bzw. Pinnwände (auf Pinterest) angelegt, in denen ich mir inspirierende Orte und Fotos speichere.

Auch wenn du keine Reise planst, kann Pinterest dir helfen neue Inspiration zu finden: Sei es ein neuer Fotospot in deiner Heimat, ein besonderes Outfit oder eine kreative Pose, …

Auf meiner Pinterest Page findest du meine Pinnwände zu verschiedenen Destinationen.

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SCHRITT 2: BENÖTIGST DU EIN BESTIMMTES OUTFIT ODER REQUISITEN FÜR DEIN FOTO?

Dies mag ein wenig übertrieben klingen, doch um einzigartigen content für Instagram zu kreieren ist diese Frage oft sehr wichtig. Die meisten Umgebungen haben eine ganz bestimmte Farbe und es kann ein Foto durchaus interessanter gestalten, eine dazu in Kontrast stehende Farbe zu tragen, um somit aus dem Bild herauszustechen.

Accessoires geben einem Bild immer das gewisse Etwas und lassen es interessanter für den Betrachter erscheinen. Zum Beispiel pose ich gern mit einem Hut oder kreiere ein passendes Setting für mein Foto, wie ein Frühstück, gemütliche Kissen, Blumen, … du kannst hier deine Kreativität ausleben 🙂 Zusätzlich machen Accessoires es einfacher ein natürliches Posing zu finden.

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SCHRITT 3: DAS FOTOGRAFIEREN

DIE RICHTIGE KAMERA

Ganz zu Beginn haben wir alle Fotos mit unseren iPhones geschossen. Und auch heute bin ich noch der Meinung, dass unsere Telefone durchaus gute Bilder machen, doch es gibt einen Nachteil: Die Qualität der Bilder ist selbstverständlich nicht die gleiche wie die von Kameras und macht das nachträgliche Bearbeiten der Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen schwierig – doch dazu später mehr.
Vor unserer ersten Weltreise haben wir uns daher eine Spiegelreflexkamera geleistet: Eine Nikon D3500. Sie ist eine tolle Kamera für Einsteiger, mit einer guten Linse und war daher genau die richtige Investition.

Mittlerweile shooten wir jedoch mit einer spiegellosen Nikon Z6 II mit einem 27-70mm Objektiv und einem zusätzlichen Weitwinkelobjektiv für Landschaftsaufnahmen (14-30mm).

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STREITEN BEIM FOTOGRAFIEREN IST NORMAL – ZUMINDEST FÜR UNS

Ich will euch nichts vormachen – für einige Shootings brauchen wir ewig. Teilweise schießen wir rund 500 Bilder aus verschiedenen Winkeln, in verschiedenen Posen, bis wir eines im Kasten haben, welches sowohl mir, als auch meinen Mann (und Fotografen) gefällt. Dies ist manchmal nicht leicht. Oft haben wir verschiedene Vorstellungen von einem Bild und wie es am besten aussieht. Jeder der uns kennt, weiß, dass wir kaum streiten… außer wenn es ums Fotografieren geht 😀 Wir haben einfach sehr verschiedene Visionen. Doch am Ende bekommen wir in 99% der Fälle ein tolles Bild und vergessen unsere Meinungsverschiedenheiten.

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FINDE EINE NEUE ART, DIE DINGE ZU SEHEN

Inspiration in anderen Posts zu finden ist wichtig, jedoch ist es mindestens genauso wichtig, die eigenen Fotos nicht nur von anderen zu kopieren. Versuche deinen Bildern immer eine persönliche Note zu geben – schau nach anderen Winkeln und versuche andere Posen. Die klassischen Bilder von bekannten Spots haben die Nutzer auf Instagram schon oft gesehen. Versuche ihnen etwas neues zu zeigen.

IM RICHTIGEN MODUS SHOOTEN

Beim shooten für Instagram sollten die Bilder immer im Hochformat aufgenommen werden – Bilder im Querformat laufen leider nie besonders gut auf der Plattform.

Bei einer Spiegelreflexkamera macht die richtige Einstellung einen wichtigen Unterschied. Eines der wichtigsten Instagram Geheimnisse: Alle Fotos sollten im RAW Format geschossen werden. So hast du es später viel einfacher sie zu bearbeiten. Ein niedriger ISO-Wert sowie eine geringe Belichtungszeit sind außerdem wichtig um ein scharfes und detailliertes Foto zu erhalten. Keine Sorge, wenn die Fotos zunächst „zu dunkel“ erscheinen. Ein dunkleres Bild ist immer besser zu bearbeiten, als ein überbelichtetes. In der Bearbeitung kann dies später behoben werden, ohne dass dabei die Details des Bildes verloren gehen. Zu helle Fotos können jedoch kaum gerettet werden

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SCHRITT 4: ALLE BILDER ANSCHAUEN UND DIE BESTEN AUSWÄHLEN

Wenn wir auf Reisen sind, muss ich nach einem Tag oft durch 1000 Fotos gehen, um zu schauen, welche gut gelungen sind. Dies ist für mich wohl der zeitintensivste Part.

Zunächst speicher ich alle Bilder auf einer externen Festplatte ab. Speicherkarten sind sehr fragil und können schnell verloren gehen, daher ist es wichtig deine Fotos zusätzlich an einem anderen Ort gespeichert zu haben.

Nach diesem wichtigen Schritt, öffne ich alle Bilder auf meinem Macbook für das erste Aussortieren der Fotos, die ein 100%iges NEIN sind! Danach beginne ich die Fotos in meine Lightroom cloud zu laden um die Feinauswahl zu treffen. Die Fotos, welche ich bearbeiten möchte, bekommen von mir fünf Sterne, um sie später leichter zu finden.

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SCHRITT 5: DAS BEARBEITEN DER BILDER – MEINE INSTAGRAM GEHEIMNISSE:

EINE ERSTE VOREINSTELLUNG FINDEN

Lightroom ist für mich der wichtigste Part um einzigartigen Instagram content zu kreieren, denn hier gibst du deinen Bildern das gewisse Etwas. Ich bevorzuge dabei die cloud-basierte Variante von Lightroom, welche es mir ermöglicht, meine Arbeit direkt auf die mobile App meines Telefons zu laden.

Wenn du noch keine große Erfahrung mit Lightroom gesammelt hast, bietet es sich zunächst an, die kostenlose mobile App zu laden, um dich mit dem Programm vertraut zu machen. Doch wenn du Lightroom auf lange Sicht verwenden möchtest, ist die kostenpflichtige Desktop Version essentiell. Beim Kauf einer Lizenz hast du automatisch auch einen Zugang zu Photoshop. Wie ich dieses Programm nutze, erfährst du weiter unten.

Danach gehe ich durch all meine gespeicherten Voreinstellungen (presets), welche ich über die letzten Jahre erstellt habe. So sehe ich, welcher Bearbeitungsstil am besten zum Bild passt. Vielleicht eine helle rosa Bearbeitung? Oder doch etwas dunkles und geheimnisvolles? Ich habe eine breite Palette an Voreinstellungen, womit ich immer eine passende für mein Bild finde.

Doch selbstverständlich ist jedes Bild einzigartig. Daher kommen nach dem Anwenden eines presets oft noch kleine Feinabstimmungen dazu, wie Belichtung & Wärme, bis ich ein passendes Ergebnis erlangt habe.

Möchtest du deine Fotos so bearbeiten wie ich? Hier kannst du meine Presets shoppen!

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EINES MEINER INSTAGRAM GEHEIMNISSE: SONNENSCHEIN IN EIN BILD ZAUBERN

Wenn du dir meine Instagram Page anschaust, wirst du sehen, dass ich es mag ein wenig Sonnenlicht in meine Fotos „hinzuzufügen“. Dies geht am besten mit dem Pinsel- oder Radial-Tool in Lightroom, mit welchem ich die gewünschte Stelle, welche ich aufhellen möchte, markieren kann. Doch Achtung: Es ist immer wichtig zu schauen, wo die natürlichen Schatten im Bild sind und das Sonnenlicht an die richtige Stelle hinzuzufügen. Andernfalls wirkt das Foto für den Betrachter unnatürlich. Für den markierten Bereich müssen nun nur noch die Lichter, Belichtung & Wärme erhöht, sowie “Dunst entfernen” verringert werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

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Das richtige Format

Der letzte Schritt ist das Beschneiden des Fotos. Die maximal Größe für Instagram ist 4:5 – so sehen die Nutzer das Maximum deines Bildes.

UNGEWOLLTE OBJEKTE AUS FOTOS ENTFERNEN – DAS GRÖSSTE INSTAGRAM GEHEIMNIS

Nachdem ich die Bearbeitung in Lightroom abgeschlossen habe, öffne ich meine Fotos oft noch einmal in Photoshop. Hier entferne ich ungewollte Objekte aus meinen Bildern, welche das Auge des Betrachters vom Hauptobjekt ablenken könnten.

Falls das Erwerben einer Lightroom & Photoshop Lizenz keine Option für dich ist, kann ich dir die App ‚Retouch‘ empfehlen. Diese habe ich am Anfang immer genutzt und tue dies auch heute noch für schnelle Bearbeitungen auf meinem iPhone.

… & OBJEKTE ZU BILDERN HINZUFÜGEN

Ein großes Plus an Photoshop ist, dass es nicht nur Objekte aus deinen Bildern entfernen, sondern auch andere hinzufügen kann. Angefangen bei Vögeln und Blumen, bis hin zum gesamten Himmel. Damit es natürlich aussieht, ist jedoch ein wenig Übung notwendig. Ich bin kein großer Fan von Bildern auf Instagram, auf denen offensichtlich ein extrem übertriebener Sonnenuntergang hinzugefügt wurde, welcher in keiner Weise zum Rest des Bildes passt. Die hinzugefügten Objekte müssen meiner Meinung nach immer zum Gesamtbild passen.

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DER LETZTE SCHRITT: POSTEN!

Endlich ist unser Foto vollendet – es war ein langer Weg, aber wir haben es geschafft! Ein tolles Foto! Doch wir sind noch nicht fertig..

DIE PASSENDE BILDUNTERSCHRIFT FINDEN – EIN WICHTIGES INSTAGRAM GEHEIMNIS

Nun geht es darum eine passende Bildunterschrift für dein Bild zu finden. Dies kann eine besondere Erinnerung sein, die du an den Moment hast, welcher auf deinem Bild zu sehen ist, oder etwas komplett anderes. Wichtig ist es, dass die Nutzer deine Caption auch lesen und im besten Fall ein Kommentar hinterlassen und deinen Beitrag speichern. Dies schaffst du am einfachsten, indem du die Nutzer um ihre Meinung bittest, oder ihnen eine direkte Frage stellst. Dies kann so etwas sein wie: „Was würdet ihr mir empfehlen“ oder einfach „Was sind deine Pläne für das Wochenende?“ – wichtig ist nur, dass die Frage zu deiner Bildunterschrift passt. Damit Nutzer sich deinen Post speichern solltest du in der caption einen Mehrwert bieten. Dies kann ein besonderer Tipp sein oder Angaben zum Ort auf dem Foto.

Je mehr Kommentare, Saves, Likes und damit Interaktionen dein Post bekommt, desto mehr schätzt der Algorithmus dein Foto für interessant ein und gibt ihn für weitere Nutzer frei.

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DIE MAGIE VON HASHTAGS

Wenn du willst, dass deine Fotos von vielen neuen Nutzern gesehen werden, gehört die Nutzung von Hashtags zwar nicht wirkliches zu den Instagram Geheimnissen, jedoch ist es wichtig sie richtig einzusetzen.
Instagram erlaubt bis zu 30 Hashtags pro Bild. Dabei ist es für die Reichweite unerheblich, ob sich diese in der Bildunterschrift oder in einem Kommentar befinden. Wichtig ist, die Tags für deine Posts immer zu variieren. Instagram merkt schnell, wenn du den gleich Hashtag Block immer wieder verwendest. Die Auswahl der Tags sollte sich nach der Location und den Nutzern richten, welche du erreichen willst. Für jede Nische gibt es spezielle Hashtags, welche von Nutzern mit den gleichen Interessen genutzt und gesucht werden. Zum Beispiel #dametraveler #globelletravels #sheisnotlost für weibliche Traveler. Nutze deine Hashtags je nach dem Ort auf deinem Bild auch in mehrere Sprachen um ein breites Publikum anzusprechen: Zm Beispiel auf deutsch & englisch und wenn du ein Bild aus Rom postest, auch auf italienisch.

MACH IMMER WEITER UND LASS DICH NICHT ENTMUTIGEN!

Das waren alle wichtigsten Steps und meine persönlichen Instagram Geheimnisse, welche ich vor jedem Post anwende. Es mag viel erscheinen, doch mit der Zeit werden sie zu Routine und laufen viel schneller ab.

Lass dich dabei niemals von Algorithmus entmutigen.. er ändert sich ständig und es ist fast unmöglich ihn komplett zu durchschauen. Daher ist es ganz natürlich, dass du Schwankungen in deiner Reichweite bemerkst.

Willst du wissen wie ich Travel Blogger geworden bin? Lies dir dazu hier meinen Beitrag durch!

Sicher dir diesen Beitrag auf Pinterest, um ihn später wieder zu finden!

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