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Ich lebe nun schon seit 25 Jahren in Dresden, doch trotzdem bin ich immer wieder überrascht etwas Neues in meiner Heimatstadt zu entdecken. Während eines Städtetrips gibt es so unglaublich viel zu sehen und zu erleben, dass es mir schwer fällt, alles in einen Blogpost unter zu bringen. Doch hier sind meine persönlichen schönsten Orte in Dresden, welche man unbedingt gesehen haben muss:

DIE HISTORISCHE ALTSTADT DRESDENS – DIE SCHÖNSTEN ORTE IN DRESDEN

Das Zentrum Dresdens wurde maßgeblich während der Herrscherzeit August des Starken 1694 -1733 geprägt. Dieser liebte die Kunst, den barocken Baustil und die Zurschaustellung seines Reichtums, welches sich in vielen Gebäuden widerspiegelt. Er war der König von Polen & der Kurfürst Sachsens, welcher sein Herz in Dresden verloren hatte. Daher liegt sein Leichnam heute in Warschau begraben, sein Herz jedoch in Dresden.

Dresdens Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff am 13. Februar 1945 fast komplett zerstört – doch gerade in den letzten Jahren wurde viel neu errichtet und erstrahlt in altem Glanze.

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Der Neumarkt in Dresden

Die Altstadt kann gemütlich zu Fuß abgelaufen werden und ein idealer Startpunkt ist der Neumarkt.

Hier befindet sich die Frauenkirche, welche oft als Hauptattraktion in Dresden gesehen wird. Da sie eines der höchsten Gebäude in Dresden ist, hat man vom Glockenturm aus einen tollen Ausblick über die Stadt.

Der Eintritt in die Kirche ist frei & der Aufstieg zur Kuppel kostet 8,- Euro.

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Die Frauenkirche bei Nacht

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Von der Kuppel, kann über das Schloss und die Schlosskirche geblickt werden.

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Die Elbe

Photospots:

Um ein tolles Bild der Frauenkirche zu schießen, sollte man den frühen Morgen wählen, um den Neumarkt für sich allein zu haben.

Doch es gibt einen geheimen Punkt, welcher von Außen sehr unscheinbar wirkt, jedoch mein liebster Spot zum Fotografieren der Frauenkirche ist (und zwar unabhängig von der Tageszeit): Der Eingang des Verkehrsmuseums.
Dort befindet sich eine Treppe, sowie eine kleine Säule, auf die sich gesetzt werden kann, während man die Frauenkirche im Hintergrund hat. Besonders am Abend, wenn der Sandstein vom goldenem Licht angestrahlt wird, sieht es wunderschön aus.

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DIE BRÜHLSCHE TERRASSE

Vom Neumarkt sind es nur wenige Gehminuten zur Brühlschen Terrasse. Dabei geht man am besten am bekannten Fürstenzug entlang. Dies ist ein überlebensgroßes Bild eines Reiterzuges, welches alle Herrscher Sachsens der Zeit nach geordnet darstellt.
Am Fürstenzug vorbei gelangt man an den Schlossplatz vor der Schlosskirche, an welchem Treppen hinauf zur Brühlschen Terrasse führen.

Auf der Terrasse kann wunderbar gesessen werden, um den Ausblick zu genießen oder in einem der Cafés zu entspannen und man findet tolle Plätze zum Fotos schießen.

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Der Fürstenzug

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Die Brühlsche Terrasse

Photospots:

Der erste Punkt befindet sich über dem Aufgang der Münzgasse, welche direkt zur Frauenkirche führt und somit einen tollen Ausblick bietet.

Geht man die Brühlsche Terrasse bis ganz nach hinten, gelangt man an einen kleinen Park vor dem Albertinum. Auch hier erscheint die Frauenkirche zwischen der gläsernen Kuppel & dem goldenen Engel der Akademie der Künste.

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Der Ausblick von der Münzgasse auf die Frauenkirche

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Ein Toller Blick auf die Frauenkirche sowie die Akademie der Künste

Die Semperoper

Weiter geht es zur bekannten Semperoper, welche sich direkt hinter der Schlosskirche befindet.
Es ist ein gewaltiges Bauwerk mit vielen malerischen Verzierungen und Statuen. Auch von Innen ist sie bei einem Opernbesuch überwältigend!

Vom Theaterplatz vor der Semperoper hat man einen tollen Blick auf die Schlosskirche und auf den Zwinger.

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Der Zwinger

Der Zwinger aus dem 18. Jahrhundert ist ein Komplex, welcher ein Zusammenspiel aus Architektur, Kunst und Parkanlagen ist. Er diente August dem Starken als Lustgarten, in welchem Festlichkeiten stattfanden. Heute beherbergt der Zwinger verschiedene Ausstellungen, wie die beeindruckende Gemäldegalerie mit der Sixtinischen Madonna von Raffael.

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Photospots:

Besonders beeindruckend ist der Zwinger, wenn man die Emporen hinaufsteigt um über das gesamte Areal zu blicken. Überall sind Kunstwerke wie Statuen, Fresken und Brunnen zu finden.

Besonders schön finde ich die Kuppel über der Eingangsbrücke gegenüber des Schauspielhauses. Sie ist ein sehr fotogenes Motiv – entweder als solches an sich, oder als Hintergrund. Gutes Licht hat man hier eigentlich den ganzen Tag über. An manchen Tagen ist der Sonnenuntergang sehr intensiv und der Ausblick von den Emporen aus sehr beeindruckend.

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Das Schloss

Gegenüber vom Zwinger befindet sich das Dresdner Schloss, welches wunderschön neu restauriert wurde und in welchem sich heute unter anderem das Grüne Gewölbe befindet: die Schatzkammer Dresdens mit zahlreichen wunderschönen & wertvollen Meisterstücken von den Wettinern bis zum Klassizismus.

Vom Hausmannsturm im Schloss hat man ebenfalls einen wundervollen Blick über die Altstadt – von hier aus jedoch MIT der Frauenkirche in der Silhouette, welches einen besonders schönen Charme hat.

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Restaurant Tipps für Dresdens Altstadt:

In der Altstadt lassen sich an so gut wie jeder Ecke Restaurants, Bars und Cafés finden. Einige meiner Favoriten sind die folgenden:

Im “Haus am Zwinger” befinden sich gleich zwei gute Spots: Im Erdgeschoss befindet sich das asiatische Restaurant “Codo”, welches super für Sushi und vietnamesische Gericht ist. Das Restaurant ist im Moment sehr angesagt und daher am Abend meist voll. Jedoch bekommt man Mittags meist einen Platz.

Direkt darüber befindet sich das Restaurant & Bar Felix mit der wohl besten Dachterrasse der Stadt – im Sommer gibt es fast keinen schöneren Spot, um den Sonnenuntergang über der Altstadt bei einem Cocktail zu genießen.

Einige weitere gute Restaurants gibt es auf der Weißen Gasse. Dies ist eine Art “Kneipenstraße” mit allen möglichen Küchen und Bars. Mein Favorit ist “Mamma Mia” mit hausgemachter Pasta und traumhaftem Tiramisu.

Ausserhalb der Altstadt von Dresden

Die oben genannten Orte waren nur meine Highlights der Altstadt, aber selbstverständlich gibt es in Dresden noch so viel mehr zu sehen.

Auch andere Stadtteile Dresdens sollte man nicht verpassen, wie die Neustadt mit dem Goldenen Reiter und dem Japanischen Palais, sowie eine hohe Anzahl an Restaurants & Bars.

Auch der Große Garten, welcher das grüne Herz Dresdens ist, die Elbwiesen mit Blick auf die Weinberge und Schlösser, sowie viele weitere Orte sind unglaublich sehenswert. Jedoch sind sie während eines Kurztrips unmöglich alle zu besuchen.

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Schlösserland Sachsen

In Sachsen gibt es 821 Schlösser und Burgen, welche so gut wie alle einen Besuch wert sind. Jedoch würde das den Zeitrahmen wohl sprengen.
Dies sind einige meiner Highlights:

Die Elbschlösser

Auf dem Hügel entlang der Elbe befinden sich die drei Elbschlösser: Schloss Albrechtsberg, das Lingnerschloss und Schloss Eckberg.
Sie bieten einen phänomenalen Blick über die Silhouette der Stadt. Im Lingnerschloss haben wir im Oktober 2018 unsere Hochzeit gefeiert 🙂
Es ist ein beliebter Ort, um ein Glas Wein mit Ausblick zu genießen.

Jedes Jahr im Juli findet ein großes Fest mit riesigem Feuerwerk statt, in dem zwischen allen drei Schlössern geschlendert werden kann. Dabei spielen Bands, es gibt leckeres Essen & Drinks an verschiedenen Ständen und spektakuläre Shows zu sehen.

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Das Lingnerschloss & Schloss Eckberg vom Elbufer aus gesehen.

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Unsere Hochzeit im Lingnerschloss

DAS SCHLOSS PILLNITZ – EINER DER SCHÖNSTEN PLÄTZE IN DRESDEN

Das Schloss Pillnitz ist mein Lieblingsschloss in Dresden und kann von der Altstadt aus am besten und schönsten mit einem Elbraddampfer über die Elbe erreicht werden.

Es diente im 17. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts als Lustschloss und Sommerresidenz des Königs.
Der Baustil ist deutlich anders, als der anderer Schlösser. Das Schloss Pliinitz hat einige asiatische Merkmale und ist mit tropischen, orientalischen & asiatischen Details verziert. Der König wollte hier „etwas anderes“ haben, um die sonnigen Tage zu genießen.

Bereits zu seiner Regentschaft befanden sich jede Menge Topfpflanzen aus aller Welt in den Gärten, welche damals aus den Kolonien und bei Reisen nach Deutschland mitgebracht wurden. Es ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass viele Pflanzen heute noch aus dieser Zeit stammen – so wie die Riesen Kamelie, welche zur Blütezeit auf Treppen umkreist werden kann.

Auch eine Besichtigung des Inneren des Schlosses ist sehr zu empfehlen, denn man wird in eine längst vergangene pompöse Zeit zurückversetzt.

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SEHENSWERTE SCHLÖSSER IN DER UMGEBUNG VON DRESDEN

SCHLOSS ALBRECHTSBURG

In Meißen wurde zur Zeit August des Starken nicht nur das Porzellan entdeckt, sondern hier befindet sich auch das älteste Schloss Deutschlands. Das Schloss Albrechtsburg (nicht zu verwechseln mit Schloss Albrechtsberg in Dresden) wurde im Jahre 1470 errichtet und versetzt jeden Besucher mit seinem gotischen Baustil in das späte Mittelalter zurück.

Auf dem Platz vor dem Schloss sind oft altertümliche Märkte aufgebaut und in den urigen umliegenden Restaurants, wie dem Domkeller, kann die traditionelle sächsische Küche genossen werden.

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Das Innere des Schlosses versetzt die Besucher in eine längst vergangene Zeit zurück

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Ein toller Ausblick über die Dächer von Meißen

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Schloss Hubertusburg

Das Schloss befindet sich im Örtchen Wermsdorf rund 1 h Fahrt von Dresdens Zentrum entfernt. Daher wird es von vielen Touristen ausgelassen, obwohl es das größte Jagdschloss Deutschlands ist.

August der Starke und später auch sein Sohn nutzten dieses große Schloss als Residenz während der Jadgsaison.
In einer sehr schönen Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wird gezeigt, wie prächtig die Herrscher damals residierten, bis das Schloss während das Siebenjährigen Krieges im 18. Jh von den Preußen geplündert wurde. Der einzige Raum welcher beim Raubzug verschont blieb, war die Schlosskapelle, welche noch heute im alten Glanz erstrahlt.

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Es gibt noch so viel mehr zu sehen…

Es gibt noch zahlreiche andere Schlösser & Burgen um Dresden, wie das Schloss Moritzburg, welches aus dem FIlm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ bekannt ist, die Festung Königstein aus dem frühen Mittelalter im Elbsandstein Gebirge oder das Schloss Wackerbarth in der Weinregion Radebeul.

Ich hoffe ich konnte euch in diesem Beitrag meine Heimat ein wenig vorstellen und wenn ihr einmal einen Besuch in Dresden plant, schreibt mich sehr gern an für weitere Tipps 🙂

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Das Schloss Moritzburg

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